SchlingenTraining


Die Schlingen

Über die Schlingen

SchlingenTraining ist auch unter anderen Begrifflichkeiten bekannt:

  • SlingsTraining oder SuspensionTraining.
    „slings“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „Schlingen“. „suspension“ ist auf das Lateinische zurück zuführen und bedeutet so viel wie „aufhängen“.
  • SchlingenTraining fällt außerdem unter den Begriff „Funktionelles Training„, engl. Functionell Training.
  • Es wird auch als „Core-Training“ bezeichnet, d.h. Rumpfstabilisationstraining.

SchlingenTraining ist eine Trainingsmethode mit einem von der Decke hängenden Seil- und Schlingensystem. Es wird ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht trainiert, das Körpergewicht ist sozusagen der Trainingswiderstand.

Ursprünglich kommt das SchlingenTraining aus der Physiotherapie und wird seit langem schon im Bereich der Rehabilitation in Sportkliniken und Physiopraxen eingesetzt.
In Norwegen wird in 90 % der Physiopraxen das SchlingenTraining mit großem Erfolg eingesetzt.
Nun hat dieses Training endlich auch den Bereich der Prävention erreicht und wird erfolgreich im Freizeit- und Profisport eingesetzt. Jeder kann also davon profitieren: von Rehabilitation bis Leistungssport.

 

 

 

 

Das Training

Über das Training

SchlingenTraining stellt eine Kombination von Krafttraining und Koordination dar, dieses zu erreichen, erfordert das Zusammenspiel der Muskulatur mit Sinnesreizen (sensomotorisches Training).

Die sensomotorische Stabilisation unseres Körpers wird nur durch Trainingsgeräte erreicht, die eine besondere Instabilität aufweisen.

Das heißt: Die Instabilität des Schlingensystems bewirkt in kurzer Zeit einen hohen Trainingsreiz, der mit herkömmlichem Gerätetraining nicht erreicht wird. Das Training ist so intensiv und effektiv, weil nicht nur einzelne Muskeln, sondern ganze Muskelsysteme angesprochen werden (=Funktionelles Training). Denn bei jeder Übung ist einen permanente Grundspannung erforderlich, die von der Tiefenmuskulatur des Rumpfes bewerkstelligt wird.

Ein stabiler Rumpf ist im Alltag, sowie bei jeder Aktivität in Freizeit und Beruf von enormer Wichtigkeit.

„Nur ein stabiler Rumpf sorgt für stabile Arme und Beine“. (Hape Meier, erfolgreicher Physiotherapeut und Autor)

Das Training ist für Anfänger, Fortgeschrittene, Ausdauer- und Kraftsportler geeignet.

Die Intensität kann individuell selbst bestimmt werden durch den Trainingswinkel, d.h. es ist ausschlaggebend, welche Körperposition zum Aufhängungspunkt der Schlingen eingenommen wird.

Die Wirkung

Was bewirkt das SchlingenTraining?

  • es erhöht die muskuläre Kraft
  • fördert die Beweglichkeit
  • sorgt für einen stabilen Rumpf, d.h. optimale Körperhaltung und starke Bauchmuskeln
  • ist hilfreich bei muskulären Dysbalancen
  • wirkt schlechter Körperhaltung entgegen
  • reduziert allgemeine Rückenschmerzen
  • körperliche Problemzonen werden angegangen
  • hilft bei Arthrose, weil der Stoffwechsel im Gelenk und die Erhöhung der Muskelkraft zur Entlastung des Knorpels führen
  • steigert die Gleichgewichtsfähigkeit (Sturzprophylaxe)
  • verbessert die Koordination und Sensomotorik (d.h. optimale Ansteuerung der Muskeln durch das Zentrale Nervensystem)
  • außerdem ist es ein zeitsparendes und abwechslungsreiches Training, die Intensität kann stufenlos angepasst werden

Nebenbei bemerkt:

Im Spitzensport wird festgestellt, dass ein SchlingenTraining die Rumpfstabilisation verbessert und somit die Gelenke vor Verletzungen auf Dauer schützt. Die Athleten verbessern die Balance, die Koordination und steigern somit ihre persönliche sportliche Leistung.

Die Untersuchungen

Wissenschaftlich Untersuchungen

  • Dr. Villbrandt vom Martin-Luther-Krankenhaus nutzt SchlingenTraining in der Therapie: „Meine Patienten mit Hüft-, Knie- und Wirbelsäulenproblemen werden schneller gesund, wenn die `ruhenden Muskeln` aktiviert werden“.
  • Eine Studie im norwegischen Kristiansand (Agder University College) besagt, dass ein Kraftzuwachs von 5 – 18 % in den einzelnen Beinen von Fußballprofis erreicht wurde.
  • An der Uni Wien wurde 2009 festgestellt, dass sich bei Sportstudenten nach einer 8-wöchigen Trainingsphase die Gleichgewichtsleistung enorm verbessert hat.
  • Forscher der TU München bringen eine neue Alternative auf den Tisch der empfohlenen Sportarten: bei Patienten mit chronischen Schmerzen in der Lendenwirbelsäule wurde eine Reduzierung der Schmerzen und ein allgemeines Wohlbefinden im unteren Rücken festgestellt, wenn diese 2 mal wöchentlich unter anderen Übungen auch mit Schlingen trainierten.
  • Die norwegischen Wissenschaftler Seiler und Saeterlakken untersuchten die Wurfgeschwindigkeit von Handballspielerinnen. Ein 6 – wöchiges zusätzliches Suspension-Training in den Schlingen verbesserte die Wurfgeschwindigkeit signifikant.
  • Seiler führte auch 2006 eine Studie an Nachwuchs-Golfern durch. Diejenigen, die in den Schlingen trainierten, verbesserten ihr Gleichgewichtsvermögen und die Abschlaggeschwindigkeit erheblich.
  • Im Frauenfußball hatte SchlingenTraining positive Auswirkungen auf die Verletzungsprävention, das Koordinationsvermögen und die Sprunghöhe, die Wurfkraft und die Beweglichkeit.

Die Quellen

Quellen

EuroEducation European Fitness School, Slings in Rhythm 2013
http://www.slingfitness.de/de/suspension-training/suspension-training-wissenschaftliche-studien.html
http://www.onmeda.de/g-fit/schlingentraining-529.html
Volleyball training kompakt, Band 2, Hape Meier, Gerd Westphal, philippka sportverlag
medicalsports network, Ausgabe 5/2010

 

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